3. Jade
Arthur war zwei Schritte von Merlin zurück getreten, als er den Namen gehört hatte. “Sagtest du gerade “Morgana””? fragte Arthur gepresst. Merlin nickte nur. Er kniete immer noch am Boden und konnte nichts sagen. Dann trat Arthur wieder zu ihm hin und hob seinen Kopf hoch, so dass er ihm in die Augen sehen konnte. “Merlin, ich will jetzt, dass du mir sagst, was genau du gesehen hast! Alles!” Merlin nickte tapfer und dann begann er, in allen Einzelheiten zu berichten, wie genau seine Vision ausgesehen hatte. Als er fertig war, empfing ihn eisernes Schweigen. Schließlich war es Arthur, der als Erstes seine Worte wieder fand. Er räusperte sich. “Was auch immer das bedeutet, es muss etwas mit diesem Mädchen zu tun haben, oder sie muss zumindest etwas davon wissen! Merlin, ich will wissen, wer sie ist! Weck sie auf. Sie muss Klarheit bringen..” Merlin nickte erneut und wandte sich wieder der Kleinen zu. In ihm kämpften gerade zwiespältige Gefühle; einerseits wollte er sie gesund machen und ebenfalls wissen, was hinter seiner Vision steckte, doch andererseits war die Vision so heftig und vor allem so furchtbar gewesen, dass er Angst hatte, noch einmal so etwas durchleben zu müssen, wenn er sie nun ein zweites Mal berühren musste um sie zu heilen. Doch schließlich riss er sich zusammen und trat erneut zu ihr, nachdem er endlich aufgestanden war. Er nahm vorsichtig ihre Hand in seine; dieses Mal war er ggf. darauf vorbereitet, erneut seiner seherischen Fähigkeit zu erliegen, doch es geschah nichts dergleichen. Beinahe schon enttäuscht, gelang es ihm nun, ihre Lebensader zu finden und so den richtigen Spruch, um sie zu heilen. Er legte ihr die Hand auf die Stirn und dann sprach er ihn aus: “methaum kausa tealis!”.
Arthur stand direkt neben ihm, und blickte ihm dabei direkt in die Augen. Er fand es immer wieder faszinierend, wenn Merlins Augen sich gelb/orange verfärbten. Auch nach so vielen Jahren hatte es für ihn nichts an der Faszination verloren, die er am Anfang gespürt hatte, nachdem er es das erste Mal wirklich registriert hatte. Doch dann blickte er angespannt und nervös auf das Mädchen. Wer - oder gegebenenfalls was - war sie? Kannte sie die Antworten auf seine Fragen? Was hatte sie hierhin verschlagen und - das war das Wichtigste! - was hatte Morgana damit zu tun? Langsam wurde Arthur immer unruhiger, und Merlin merkte es. Auch er wollte endlich wissen, was das Ganze zu bedeuten hatte - vor allem der Teil mit den Naturgewalten… Morgana; Herrin über Erde, Feuer, Wasser und Luft, die sie dazu benutzte, um Camelot zu zerstören? War Morgana wirklich so mächtig geworden? Er konnte sich zwar vorstellen, dass sie sich von der dunklen Magie irgendwie angezogen gefühlt hatte, vor allem nach ihrer Besessenheit, und sie hatte vermutlich bereits vorher schon Fähigkeiten gehabt, die sich sicherlich in den letzten 5 Jahren verstärkt hatten, doch dass sie zu so etwas fähig wäre.. Nein, da musste noch etwas anderes dahinter stecken…
Und während sowohl Arthur als auch Merlin ihren eigenen Gedanken nachhingen und Gaius und Leeana sich etwas zurück gezogen hatten, und stillschweigend das Geschehen beobachteten, erwachte das Mädchen aus ihrer Bewusstlosigkeit.
Alles kam ihr vor wie ein böser Traum. Es konnte nur ein Traum gewesen sein! Ja, das war die Erklärung dafür! Gleich würde sie aufwachen und dann waren alle wieder da! Elle, Raven, Shannon, Tara - sie alle waren um sie herum und sie würden sie sicherlich auslachen, wie sonst auch, wenn sie mal wieder vor Angst weggelaufen oder ohnmächtig geworden war.. Langsam schlug sie die Augen auf, in Erwartung ihre Freunde vor sich zu sehen - und erstarrte. Sie sah Menschen um sich; doch sie kannte sie nicht! Und sie war nicht mehr im Wald! Sie lag auf einem Bett, in ihren spärlichen, teils noch nassen und zerrissenen Kleidern… Und nun brach die Erinnerung mit brachialer Gewalt über sie herein. Es war kein Traum gewesen; alles war tatsächlich geschehen! Raven, Tara, Shannon - sie waren tot! Und Elle - das Mädchen keuchte. Diese Frau hatte sie entführt! Sie musste fort hier! Sie wusste nicht, wer diese Menschen da waren, was sie von ihr wollten; vielleicht hatten sie etwas damit zu tun? Vielleicht wussten sie von dieser Frau? Sie musste hier weg!…
Arthur und Merlin waren zuerst beide froh gewesen, als sie bemerkt hatten, dass das Mädchen erwachte und Arthur wollte auch schon zu ihr, doch Merlin hatte ihm geraten, noch ein paar Sekunden zu warten. Auch Gaius hatte sich an Arthur gewandt und ihn ermahnt, sich doch ein wenig in Geduld zu üben, was diesem denkbar schwer fiel. Ja, ab und an kam ein wenig von Uthers Ungeduld aus ihm heraus, doch er war nun mal sein Vater gewesen, und ein paar seiner Gene hatte er wohl geerbt… Schließlich hatte Arthur sich zusammen gerissen und auf den Moment gewartet, an dem das Mädchen tatsächlich ansprechbar war - doch mit ihrer Reaktion, als sie anscheinend registriert hatte, wo sie war, hatte keiner von ihnen gerechnet. Sie sah sich völlig geschockt und mit geweiteten Augen um; es schien beinahe so, als würde ihr etwas wieder einfallen, was sie länger verdrängt oder vergessen hatte.. und dann versuchte sie, aus dem Bett zu steigen. Merlin war bei ihr, bevor sie, leider noch völlig entkräftet, hinunter fallen konnte. Er versuchte, sie zu beruhigen. “Scht.. Ganz ruhig. Dir tut niemand etwas!” Doch das Mädchen war nicht zu beruhigen. Merlin sah ihr in die Augen und sprach dann erneut einen Zauberspruch. Wieder färbten sich seine Augen gelb und langsam wurde die Kleine unter seinen Händen ruhiger. Doch ihr Atem ging immer noch zu schnell und er spürte ihren Puls, der wie wahnsinnig raste. Sie hatte Panik!
Plötzlich stand Leeana neben ihm und legte Merlin eine Hand auf die Schulter. Sie sah ihn nur an und er verstand. Langsam stand er auf und sie ließ sich statt seiner neben dem Mädchen nieder. Sie sagte nichts, sondern nahm einfach nur still dessen Hand in ihre und drückte sie sanft. Das Mädchen sah ihr in die Augen und es brauchten keine Worte zu fallen, die beiden verstanden sich. Langsam nahm Leeana das Mädchen in den Arm - und dieses lehnte sich an sie und begann, bitterlich zu weinen. Merlin und Gaius schluckten, selbst Arthur musste einmal kurz wegschauen, um zu verbergen, dass ihm Tränen in die Augen stiegen. Er wurde - natürlich - direkt von Merlin enttarnt. “Arthur, ist alles in Ordnung?” “Natürlich ist alles in Ordnung, Merlin! Mir ist nur eine Fliege ins Auge gekommen!” grummelte dieser, doch sein Tonfall strafte ihn Lügen. Merlin musste lächeln, obwohl ihm, angesichts der Situation, eigentlich gar nicht zum Lachen war. Doch dann wurde er wieder ernst. Er wusste, dass es langsam soweit war. Sie brauchten Antworten!
Er räusperte sich und Leeana drückte das Mädchen ein wenig von sich fort. “Hey”, sagte sie leise. “Du brauchst keine Angst zu haben. Du bist hier in Sicherheit! Weißt du eigentlich wo du hier bist? Nein, wahrscheinlich nicht, sonst hättest du nicht so eine Angst.. Also das hier ist Camelot! Das Schloss und das Reich des großen Königs Arthur Pendragon”. Sie lächelte verschmitzt, und jeder, der sie nicht kannte, hätte schwören können, dass in ihren Worten ein Quäntchen Ironie lag.. Merlin grinste und sah zu Arthur. Seine Miene war ausdruckslos, doch Merlin meinte, so etwas wie ein Schmunzeln erkennen zu können. Aber es war wirklich nur sehr klein gewesen und auch direkt wieder verschwunden, was sicherlich auch an dessen extremer Anspannung lag. Er räusperte sich erneut. Leeana fuhr fort. Sie zeigte zu Arthur. “Das ist Sire Arthur Pendragon.” Das Mädchen starrte Arthur an und es schien ihr erst später aufzufallen, dass das nicht sehr königlich war. Sie schloss den Mund wieder, und fragte dann leise, kaum hörbar: “Der König? Arthur Pendragon? König von Camelot?” Leeana nickte. “Sagte ich doch. Und das hier ist Merlin, größter Zauberer von Camelot und Sire Arthurs persönlicher Berater” sie zeigte zu dem Zauberer, der sich leicht verbeugte und sie anlächelte. Dann blickte sie zu Gaius, der auf der anderen Seite des Zimmers stand. “Und das ist die gute alte Seele Gaius. Unser Hofarzt und mein und Merlins Ziehvater. Wie wir uns kennen gelernt haben ist eine zu lange Geschichte, um sie jetzt zu erzählen, das machen wir ein anderes Mal; ach ja, habe ich mich eigentlich schon vorgestellt? Mein Name ist Leeana. Und wie ist deiner?” Sie war von einem zum anderen gewechselt und schaffte nun mit ihrer Art das, was Merlin trotz seiner Zauberkünste nicht geschafft hatte.
Nachdem sich das Mädchen ein wenig beruhigt hatte, lächelte sie Leeana an und sagte dann: “Mein Name ist Jade“…, dann sah sie von Gaius zu Merlin und dann zu Arthur. Schließlich verbeugte sie sich leicht vor ihm und sagte: “Sire? Ihr fragt Euch sicherlich, was ich hier zu suchen habe.. Also erst einmal möchte ich Euch danken, dass Ihr mir das Leben gerettet habt, denn das habt Ihr wohl.. Ihr alle.” Sie sah auch die anderen an. Dann wanderte ihr Blick zurück zu Merlin und blieb bei ihm stehen. “Sagte Leeana, Ihr seid Merlin? Der Zauberer?” Ihre Stimme schwankte zwischen Bewunderung und Angst... “Ja, das bin ich. Aber du brauchst dich nicht zu fürchten; ich benutze meine Kräfte nur für das Gute. Meistens zum Heilen und um meinem Herrn den Arsch zu retten.” Leeana brach in schallendes Gelächter aus und auch Gaius konnte sich trotz der ernsten Situation ein Schmunzeln nicht verkneifen. Nur Arthur zog die Stirn kraus. Merlin wurde wieder ernst. Er wusste, warum es ging… “Also, erst einmal möchten wir natürlich auch gerne etwas über dich erfahren, Jade. Möchtest du uns nicht verraten, was dir passiert ist?” Nun waren sie bei dem Punkt angekommen, den alle wirklich interessierte. Sie sahen gespannt zu Jade hin, die sich wieder ins Bett zurück gelegt hatte. Sie hatte sich höher gesetzt und Leeana saß bei ihr an der Bettkante. Die beiden Mädchen schienen sich zu verstehen, auch, wenn keine die andere kannte und Jade ca. 5 Jahre jünger war als Leeana. Dann begann diese langsam zu erzählen:…
Arthur stand direkt neben ihm, und blickte ihm dabei direkt in die Augen. Er fand es immer wieder faszinierend, wenn Merlins Augen sich gelb/orange verfärbten. Auch nach so vielen Jahren hatte es für ihn nichts an der Faszination verloren, die er am Anfang gespürt hatte, nachdem er es das erste Mal wirklich registriert hatte. Doch dann blickte er angespannt und nervös auf das Mädchen. Wer - oder gegebenenfalls was - war sie? Kannte sie die Antworten auf seine Fragen? Was hatte sie hierhin verschlagen und - das war das Wichtigste! - was hatte Morgana damit zu tun? Langsam wurde Arthur immer unruhiger, und Merlin merkte es. Auch er wollte endlich wissen, was das Ganze zu bedeuten hatte - vor allem der Teil mit den Naturgewalten… Morgana; Herrin über Erde, Feuer, Wasser und Luft, die sie dazu benutzte, um Camelot zu zerstören? War Morgana wirklich so mächtig geworden? Er konnte sich zwar vorstellen, dass sie sich von der dunklen Magie irgendwie angezogen gefühlt hatte, vor allem nach ihrer Besessenheit, und sie hatte vermutlich bereits vorher schon Fähigkeiten gehabt, die sich sicherlich in den letzten 5 Jahren verstärkt hatten, doch dass sie zu so etwas fähig wäre.. Nein, da musste noch etwas anderes dahinter stecken…
Und während sowohl Arthur als auch Merlin ihren eigenen Gedanken nachhingen und Gaius und Leeana sich etwas zurück gezogen hatten, und stillschweigend das Geschehen beobachteten, erwachte das Mädchen aus ihrer Bewusstlosigkeit.
Alles kam ihr vor wie ein böser Traum. Es konnte nur ein Traum gewesen sein! Ja, das war die Erklärung dafür! Gleich würde sie aufwachen und dann waren alle wieder da! Elle, Raven, Shannon, Tara - sie alle waren um sie herum und sie würden sie sicherlich auslachen, wie sonst auch, wenn sie mal wieder vor Angst weggelaufen oder ohnmächtig geworden war.. Langsam schlug sie die Augen auf, in Erwartung ihre Freunde vor sich zu sehen - und erstarrte. Sie sah Menschen um sich; doch sie kannte sie nicht! Und sie war nicht mehr im Wald! Sie lag auf einem Bett, in ihren spärlichen, teils noch nassen und zerrissenen Kleidern… Und nun brach die Erinnerung mit brachialer Gewalt über sie herein. Es war kein Traum gewesen; alles war tatsächlich geschehen! Raven, Tara, Shannon - sie waren tot! Und Elle - das Mädchen keuchte. Diese Frau hatte sie entführt! Sie musste fort hier! Sie wusste nicht, wer diese Menschen da waren, was sie von ihr wollten; vielleicht hatten sie etwas damit zu tun? Vielleicht wussten sie von dieser Frau? Sie musste hier weg!…
Arthur und Merlin waren zuerst beide froh gewesen, als sie bemerkt hatten, dass das Mädchen erwachte und Arthur wollte auch schon zu ihr, doch Merlin hatte ihm geraten, noch ein paar Sekunden zu warten. Auch Gaius hatte sich an Arthur gewandt und ihn ermahnt, sich doch ein wenig in Geduld zu üben, was diesem denkbar schwer fiel. Ja, ab und an kam ein wenig von Uthers Ungeduld aus ihm heraus, doch er war nun mal sein Vater gewesen, und ein paar seiner Gene hatte er wohl geerbt… Schließlich hatte Arthur sich zusammen gerissen und auf den Moment gewartet, an dem das Mädchen tatsächlich ansprechbar war - doch mit ihrer Reaktion, als sie anscheinend registriert hatte, wo sie war, hatte keiner von ihnen gerechnet. Sie sah sich völlig geschockt und mit geweiteten Augen um; es schien beinahe so, als würde ihr etwas wieder einfallen, was sie länger verdrängt oder vergessen hatte.. und dann versuchte sie, aus dem Bett zu steigen. Merlin war bei ihr, bevor sie, leider noch völlig entkräftet, hinunter fallen konnte. Er versuchte, sie zu beruhigen. “Scht.. Ganz ruhig. Dir tut niemand etwas!” Doch das Mädchen war nicht zu beruhigen. Merlin sah ihr in die Augen und sprach dann erneut einen Zauberspruch. Wieder färbten sich seine Augen gelb und langsam wurde die Kleine unter seinen Händen ruhiger. Doch ihr Atem ging immer noch zu schnell und er spürte ihren Puls, der wie wahnsinnig raste. Sie hatte Panik!
Plötzlich stand Leeana neben ihm und legte Merlin eine Hand auf die Schulter. Sie sah ihn nur an und er verstand. Langsam stand er auf und sie ließ sich statt seiner neben dem Mädchen nieder. Sie sagte nichts, sondern nahm einfach nur still dessen Hand in ihre und drückte sie sanft. Das Mädchen sah ihr in die Augen und es brauchten keine Worte zu fallen, die beiden verstanden sich. Langsam nahm Leeana das Mädchen in den Arm - und dieses lehnte sich an sie und begann, bitterlich zu weinen. Merlin und Gaius schluckten, selbst Arthur musste einmal kurz wegschauen, um zu verbergen, dass ihm Tränen in die Augen stiegen. Er wurde - natürlich - direkt von Merlin enttarnt. “Arthur, ist alles in Ordnung?” “Natürlich ist alles in Ordnung, Merlin! Mir ist nur eine Fliege ins Auge gekommen!” grummelte dieser, doch sein Tonfall strafte ihn Lügen. Merlin musste lächeln, obwohl ihm, angesichts der Situation, eigentlich gar nicht zum Lachen war. Doch dann wurde er wieder ernst. Er wusste, dass es langsam soweit war. Sie brauchten Antworten!
Er räusperte sich und Leeana drückte das Mädchen ein wenig von sich fort. “Hey”, sagte sie leise. “Du brauchst keine Angst zu haben. Du bist hier in Sicherheit! Weißt du eigentlich wo du hier bist? Nein, wahrscheinlich nicht, sonst hättest du nicht so eine Angst.. Also das hier ist Camelot! Das Schloss und das Reich des großen Königs Arthur Pendragon”. Sie lächelte verschmitzt, und jeder, der sie nicht kannte, hätte schwören können, dass in ihren Worten ein Quäntchen Ironie lag.. Merlin grinste und sah zu Arthur. Seine Miene war ausdruckslos, doch Merlin meinte, so etwas wie ein Schmunzeln erkennen zu können. Aber es war wirklich nur sehr klein gewesen und auch direkt wieder verschwunden, was sicherlich auch an dessen extremer Anspannung lag. Er räusperte sich erneut. Leeana fuhr fort. Sie zeigte zu Arthur. “Das ist Sire Arthur Pendragon.” Das Mädchen starrte Arthur an und es schien ihr erst später aufzufallen, dass das nicht sehr königlich war. Sie schloss den Mund wieder, und fragte dann leise, kaum hörbar: “Der König? Arthur Pendragon? König von Camelot?” Leeana nickte. “Sagte ich doch. Und das hier ist Merlin, größter Zauberer von Camelot und Sire Arthurs persönlicher Berater” sie zeigte zu dem Zauberer, der sich leicht verbeugte und sie anlächelte. Dann blickte sie zu Gaius, der auf der anderen Seite des Zimmers stand. “Und das ist die gute alte Seele Gaius. Unser Hofarzt und mein und Merlins Ziehvater. Wie wir uns kennen gelernt haben ist eine zu lange Geschichte, um sie jetzt zu erzählen, das machen wir ein anderes Mal; ach ja, habe ich mich eigentlich schon vorgestellt? Mein Name ist Leeana. Und wie ist deiner?” Sie war von einem zum anderen gewechselt und schaffte nun mit ihrer Art das, was Merlin trotz seiner Zauberkünste nicht geschafft hatte.
Nachdem sich das Mädchen ein wenig beruhigt hatte, lächelte sie Leeana an und sagte dann: “Mein Name ist Jade“…, dann sah sie von Gaius zu Merlin und dann zu Arthur. Schließlich verbeugte sie sich leicht vor ihm und sagte: “Sire? Ihr fragt Euch sicherlich, was ich hier zu suchen habe.. Also erst einmal möchte ich Euch danken, dass Ihr mir das Leben gerettet habt, denn das habt Ihr wohl.. Ihr alle.” Sie sah auch die anderen an. Dann wanderte ihr Blick zurück zu Merlin und blieb bei ihm stehen. “Sagte Leeana, Ihr seid Merlin? Der Zauberer?” Ihre Stimme schwankte zwischen Bewunderung und Angst... “Ja, das bin ich. Aber du brauchst dich nicht zu fürchten; ich benutze meine Kräfte nur für das Gute. Meistens zum Heilen und um meinem Herrn den Arsch zu retten.” Leeana brach in schallendes Gelächter aus und auch Gaius konnte sich trotz der ernsten Situation ein Schmunzeln nicht verkneifen. Nur Arthur zog die Stirn kraus. Merlin wurde wieder ernst. Er wusste, warum es ging… “Also, erst einmal möchten wir natürlich auch gerne etwas über dich erfahren, Jade. Möchtest du uns nicht verraten, was dir passiert ist?” Nun waren sie bei dem Punkt angekommen, den alle wirklich interessierte. Sie sahen gespannt zu Jade hin, die sich wieder ins Bett zurück gelegt hatte. Sie hatte sich höher gesetzt und Leeana saß bei ihr an der Bettkante. Die beiden Mädchen schienen sich zu verstehen, auch, wenn keine die andere kannte und Jade ca. 5 Jahre jünger war als Leeana. Dann begann diese langsam zu erzählen:…

